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T3,
freies
T3,
Gesamt-
T3-Uptake
T4,
freies
T4,
freies-Index
T4,
Gesamt-
T4/TBG-Quotient
TAK
Tbc-Diagnostik
TBG
Telomerase
Testosteron
Testosteron, freies
Tetanus-Antikörper
Tetrahydrocannabinol
Thallium
T-Helfer/Suppressor-
Index
Theophyllin
Thrombinzeit
Thrombophilie-
Screening
Thromboserisiko,
erbliches Patienteninformation
Thromboplastinzeit
(Quick, TPZ)
Thrombozyten
Thrombozyten-
Antikörper
Thymidinkinase
Thyreoglobulin
Thyreoglobulin-
Antikörper
Thyroxin
Thyroxin-
bindendes-Globulin
Toga-Virus
Tollwut-Antikörper
Tonsillitis-/
Pharyngitis-
Erreger-Nachweis
Tonsillitis/Pharyngitis-
Virus-Antikörper
TORCH-Infektionen
Torulopsis
Toxikologische
Untersuchungen
Toxocara-Antikörper
Toxoplasmose-
Antikörper
TPA
TPHA-Test
tPSA
TRAK
Transaminasen
Transferrin
Transferrin-Rezeptor,
löslicher
Transferrin-Sättigung
Treponema-pallidum-
Hämagglutination
TRH-Test
Trichinen-Antikörper
Trichomonaden
Trichuris
Triglyzeride
Trijodthyronin
Triple-Diagnostik
Triple-Test
Troponin-T
Trypanosomen
Trypsin
TSH-basal
TSH-Rezeptor-
Antikörper
Tuberkulose-DNA-
Nachweis
(PCR)
Tuberkulose-Nachweis
Tularämie
Tularämie-Antikörper
Tumormarker
Typhus

|
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Dr.
med. Olav Hagemann
zur
Umfrage
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Material:
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2 ml Serum |
Norm:
| Test |
Ergebnis |
Bewertung |
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IgG-ELISA
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<90 U/ml
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negativ
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90-110 U/ml
|
grenzwertig, Kontrolle empfohlen
|
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>110 U/ml
|
positiv
|
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IgM-ELISA
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<15 U/ml
|
negativ
|
15-25 U/ml
|
grenzwertig, Kontrolle empfohlen
|
|
>25U/ml
|
positiv
|
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IgA-ELISA
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<60 U/ml
|
negativ
|
|
60-90 U/ml
|
grenzwertig, Kontrolle empfohlen
|
|
>90 U/ml
|
positiv
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Bewertung:
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Auszug aus dem Merkblatt für Ärzte: Toxoplasmose
bei Mutter und Kind - Erkennung, Behandlung und Verhütung (RKI, 1999,
Bezug: Deutscher Ärzte-Verlag, Dieselstr. 2, Postfach 40 02 65, 50859
Köln):
 | Toxoplasma-Antikörper-Suchtest (qualitativ)
|
 | Toxoplasma-IgM-Antikörper-Test:
 | Erbringt ein Test ein negatives Ergebnis, so kann
von einer inaktiven (latenten), für eine bestehende Schwangerschaft
nicht relevanten Toxoplasma-Infektion ausgegangen werden. Weitere
Untersuchungen sind nicht erforderlich. |
 | Erbringt ein Test ein positives Ergebnis außerhalb
einer Schwangerschaft, so sind bei erneuter Schwangerschaft keine
weiteren Untersuchungen erforderlich. |
 | Ist ein Test innerhalb einer Schwangerschaft
positiv, so deutet das nicht zwangsläufig auf eine aktive, für eine
Schwangerschaft relevante Toxoplasma-Infektion hin. In der Mehrzahl der
Fälle liegt eine inaktive oder abklingende (rückläufige) Infektion
mit persistierenden IgM-Antikörpern vor. Zur Abklärung ist dasselbe
Serum in der nächsten Stufe zu untersuchen. |
|
 |
Toxoplasma-Abklärungsverfahren:
|
 | Zur Charakterisierung der Serumprobe müssen
grundsätzlich quantitative IgG- und IgM-Testmethoden eingesetzt werden,
sofern sie nicht primär verwendet wurden [Anm.: bei unserem Labor
quantitativer IgG-Antikörper als Suchtest]. Die IgG- und IgM-Werte
werden dann vom untersuchenden Labor wie in folgender Tabelle
aufgeführt beurteilt:
|
Toxoplasma- IgG
|
Antikörper IgM
|
Ergebnisse sprechen i.d.R. für folgende
Infektion:
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niedrig
|
niedrig
|
nicht relevante, inaktive Infektion
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|
hoch
|
niedrig
|
abklingende Infektion
|
|
hoch
|
hoch
|
kürzliche Infektion
|
|
niedrig
|
hoch
|
akute Infektion
|
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Persistenz der Antikörpernachweise:
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Toxoplasmose-
Antikörper
|
meist positiv
post infectionem
|
Persistenz
|
|
IgG
|
1-2 Wochen
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lebenslang?
|
|
IgM
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1-2 Wochen
|
>4 Jahre ?
|
|
IgA
|
2-4 Wochen
|
< 1Jahr ?
|
|
IgE
|
2-4 Wochen
|
< 6 Monate?
|
Indikation:
Erreger:
 | Toxoplasma gondii |
 | obligat intrazelluläres Protozoon |
 | Formen:
 | Trophozoit (Tachyzoit):
 | intrazelluläre Proliferationsform |
 | plumpes, gebogenes Gebilde von ca. 6 µm
Länge |
 | vorkommend vorwiegend in Zellen des retikuloendothelialen
Systems |
|
 | Zystozoiten: |
 | innerhalb von Gewebezysten
 | rundes Dauerstadium, bis 300 µm
Durchmesser,
Hunderte bis Tausende von Einzelparasiten enthaltend, weitgehend
reaktionslos im Gewebe vorkommend. |
|
 | Oozysten:
 | im Darm von Katzen gebildete Dauerform |
 | Ausscheidung mit dem Kot |
|
|
Epidemiologie:
 | weltweites Vorkommen |
 | natürliches Reservoir sind zahlreiche Säugetiere und
Vögel |
 | Hauptwirt: Katzen |
 | Durchseuchungsgrad der Bevölkerung 30-80% |
Übertragungswege:
 | Infektion:
 | durch orale Aufnahme der infektiösen Oozysten (Kontakt
mit Katzen oder Katzenkot, Aufnahme von Katzenkot-kontaminierten
Nahrungsmitteln) |
 | durch orale Aufnahme von Zysten (rohes Fleisch, besonders
Schweine- oder Schafsfleisch) |
 | intrauterin (diaplazentar) |
|
 | Zysten oder Oozysten →
orale Aufnahme (s.o.) → asexuelle
Vermehrung (durch kompetentes Immunsystem limitierter Verlauf) →
Ausbildung von Zysten im Gewebe, vorwiegend in der Muskulatur und im Gehirn →
bei Katzen erfolgt nach oraler Erstinfektion zusätzlich eine sexuelle
Vermehrung im Darm → über drei
Wochen Ausscheidung von Oozysten mit dem Kot →
nach dreitägigen Reifungsphase (Sporulation) infektiös → Infektiosität im Erdboden oder Wasser oft länger als ein
Jahr |
Inkubationszeit:
 | Tage bis mehrere Wochen |
Klinik:
 | postnatale Infektion bei Immunkompetenten:
 | meist inapparenter Verlauf |
 | selten klinische Verläufe:
 | Toxoplasmosis exanthematica (makulopapulöses Exanthem) |
 | Toxoplasmosis lymphonodosa (Lymphadenitis) |
 | Toxoplasmosis cerebrospinalis (Enzephalomyelitis) |
 | Toxoplasmosis ophthalmica (Chorioretinitis vom
granulomatösen Typ) |
 | Interstitielle Pneumonie |
 | Myokarditis |
|
 | selten symptomatisch:
 | Fieber |
 | Müdigkeit |
 | Mattigkeit |
 | Kopfschmerzen |
 | Muskel- und Gliederschmerzen |
 | gelegentliche Durchfälle
|
|
|
 | postnatale Infektion bei Immunsuppression (z.B. HIV):
 | seltener Erstinfektion:
 | schweres, disseminiertes, rasch progredientes
Krankheitsbild (Fieber, Exanthem, Meningoenzephalitis, Hepatitis, Myokarditis
und Pneumonie) |
|
 | häufiger endogene Reaktivierung:
|
|
 | pränatale Infektion:
|
Immunität:
 | Als Restzustand verbleibende Gewebezysten sorgen für
eine lebenslange Immunität. |
 | Bei HIV-Infektion oder zytostatischer Behandlung kann es
zur Reaktivierung kommen, meist als Enzephalitis, seltener generalisiert. |
Therapie:
| Auszug aus dem Merkblatt für Ärzte: Toxoplasmose
bei Mutter und Kind - Erkennung, Behandlung und Verhütung (RKI, 1999):
Richtlinien für die Chemotherapie:
a) Schwangere
 | Chemotherapie bis zum Ende der 15.
Schwangerschaftswoche:
 | Spiramycin 3,0 g (= 9 MIU) pro Tag oral in drei
Teildosen |
|
 | Chemotherapie ab der 16. Schwangerschaftswoche:
 | Unabhängig von einer vorher durchgeführten
Spiramycin-Behandlung ist folgendermaßen vorzugehen:
|
1.
|
Sulfadiazin: 50 mg/kg/Tag bis 4,0 g oral, in vier
Teildosen
|
|
und
|
|
2.
|
Pyrimethamin: 50 mg am ersten Tag,
25 mg an den Folgetagen, oral jeweils als Einmaldosis
|
|
und
|
|
3.
|
Folinsäure: 10 bis 15 mg/Tag, oral (Vorbeugung
einer Hemmung der Hämatopoese)
|
|
|
 | Die Behandlung erfolgt über vier Wochen |
 | Ergeben die Untersuchungen der Schwangeren eine
Bestätigung oder den begründeten Verdacht einer pränatalen Infektion
des ungeborenen Kindes, so wird in den in den letzten Jahren die
Chemotherapie bis zum Ende der Schwangerschaft angeraten. Dabei wechseln
Behandlungszyklen der vierwöchigen Kombinationstherapie mit Sulfadiazin, Pyrimethamin und Folinsäure sich mit einer vierwöchigen
Spiramycin-Monotherapie ab. Wöchentlich sind Blutbildkontrollen zur
Überwachung der Hämatopoese notwendig. Im Falle allergischer
Reaktionen ist an Stelle von Sulfadiazin das Spiramycin zu geben. |
b) Neugeborene und Säuglinge
 | Bei gesicherter, wahrscheinlicher oder möglicher
pränataler Infektion ist unabhängig von einer vorangegangenen
Chemotherapie bei der Schwangeren eine Behandlung vorzunehmen.
Langzeiterfahrungen liegen bisher nicht vor. Es wird aber international
folgende Vorgehensweise empfohlen: |
 | Zunächst wird über vier Wochen gegeben:
|
1.
|
Sulfadiazin: 50-100 mg/kg/Tag oral, in vier
Teildosen
|
|
und
|
|
2.
|
Pyrimethamin: 2 mg/kg am ersten Tag 1 mg/kg an
den Folgetagen oral, jeweils als Einmaldosis
|
|
und
|
|
3.
|
Folinsäure: 5 mg zweimal wöchentlich oral
(zur Vorbeugung einer Hemmung der Hämatopoese)
|
|
4.
|
Corticosteroide (bei ZNS- oder
Augensymptomatik): 1-2 mg/kg/pro Tag oral, in
zwei Teildosen nur bis zum Abklingen der
Symptome geben.
|
|
 | Wegen der Fortführung einer Therapie (bis zu einem
Jahr), ggf. unter Verwendung von Spiramycin, sollte insbesondere bei
Auftreten hämatologischer Komplikationen eine Beratungsstelle (s.o.)
konsultiert werden. |
 | Wöchentlich sind Blutbildkontrollen zur
Überwachung der Hämatopoese notwendig. |
|
Meldepflicht:
Prophylaxe:
|
Auszug aus dem Merkblatt für Ärzte: Toxoplasmose
bei Mutter und Kind - Erkennung, Behandlung und Verhütung (RKI, 1999):
 | Zur Vorbeugung einer pränatalen Übertragung
sollen sich alle Schwangeren, die noch nicht mit Toxoplasmen infiziert
sind, d.h. bei negativem Suchtest, vor einer möglichen Infektion
schützen. Schwangere sind auf folgende Präventionsmaßnahmen
aufmerksam zu machen:
 | Kein rohes oder nicht völlig durchgekochtes oder durchgebratenes Fleisch essen. Eine sichere Abtötung von Toxoplasma
erfolgt bei einer Erhitzung auf mindestens 50°C über 20 Minuten. Bei
höheren Temperaturen verkürzt sich die Zeit entsprechend. Bei der
küchenmäßigen Zubereitung von Fleisch ist darauf zu achten, daß alle
Teile auch im Kern genügend erhitzt werden, d.h. bis es seine rote
Fleischfarbe verloren hat. Sicher sind auch alle gepökelten
Rohdauerwaren, z.B. Rohschinken und Salami. |
 | Rohes Gemüse und Früchte vor dem Verzehr waschen. |
 | Die Hände nach dem Zubereiten von rohem Fleisch,
nach Garten-, Feld- oder anderen Erdarbeiten, nach dem Besuch von
Sandspielplätzen und vor dem Essen mit Seife und Bürste waschen. |
 | Wird eine Katze gehalten, so braucht sie nicht aus
der Umgebung der Schwangeren entfernt zu werden. Das Tier ist nur mit
Dosen- und/oder Trockenfutter zu ernähren. Die Kotkästen sind täglich
durch andere Personen mit heißem Wasser zu reinigen |
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Siehe auch:
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