|
|
|
Synonyme:
 |
zystische Fibrose |
 | Cystic Fibrosis |
 | CF |
Diagnostik zur Erkennung einer Mukoviszidose:
Epidemiologie:
 | autosomal-rezessiver Erbgang |
 | Häufigkeit von Homozygoten → 1:2000 (manifeste Erkrankung) |
 | Häufigkeit von Heterozygoten → 1:20
(Überträger)
 | Bei
heterozygoten Eltern beträgt die Wahrscheinlichkeit 25 %, ein homozygotes
Kind zu zeugen |
 | häufigste angeborene und frühletale
Stoffwechselerkrankung |
|
Genetische Untersuchung:
 | verantwortliches Gen liegt auf dem langen Arm des Chromosoms 7 in der
Position 7q31–32 |
 | Bislang sind über 650 Mutationen auf dem CF-Gen identifiziert worden:
 | bei der mit 70-75 % häufigsten Mutation fehlt in Position 508 die
Kodierung für Phenylalanin (D-F508) →
Genanalyse mittels Polymerasekettenreaktion möglich (PCR, EDTA-Blut erforderlich!) |
|
 | bei einer genotypischen Analyse durch Nachweis der Mutation D-F508
 | ist ein positives Ergebnis beweisend |
 | schließt ein negatives Ergebnis die Erkrankung nicht aus:
 | nicht alle CF-Mutationen sind bekannt |
 | die Bestimmung seltener Genotypen ist zu arbeitsaufwendig |
 | in vielen Fällen muß die Diagnose weiterhin
phänotypisch, also aufgrund der Symptomatik und durch den Schweißtest
gestellt werden! |
|
|
 | weitere in Deutschland und Österreich häufige Mutationen sind:
 | R553X (1,8 %) |
 | N1303K (1,3 %) |
 | G542X (1,1 %) |
 | G551D (0,8 %) |
 | R347P (0,8 %) |
|
 | Ca. 95 % der bekannten CF-Mutationen haben das Krankheitsbild der
Mukoviszidose zur Folge, allerdings in unterschiedlicher klinischer
Ausprägung, die übrigen Mutationen wurden bei infertilen Männern
entdeckt, insbesondere wenn beiderseits das Vas deferens fehlte. |
Pathophysiologie:
 | ein für die zelluläre Chloridpermeabilität
verantwortliches Protein wird nicht gebildet →
die exokrinen Drüsen sezernieren ein wasserarmes, meist
hochvisköses Sekret, das aus den Drüsen nicht abfließen kann →
Verstopfung des Abflusses →
Entzündung |
 | Daraus resultieren als Kardinalsymptome:
 | eine chronisch
obstruktive Lungenerkrankung |
 | eine exokrine Pankreasinsuffizienz |
 | deutlich erhöhte Kochsalzwerte im Schweiß |
|
 | verdächtige Symptome:
 | Infertilität des jungen Mannes |
 | chronische bakterielle Bronchopneumonie mit Nachweis
von mukoiden Pseudomonas-Stämmen |
 | Mekoniumileus |
 | Kombination einer respiratorischen mit einer digestiven
Insuffizienz |
|
Klinik:
 | Schweiß mit hohem Salzgehalt:
 | Salzverlustsyndrom bei Fieber und Hitze |
|
 | hochvisköse Sekrete:
 | neonatale intestinale Obstruktion →
Mekoniumileus |
 | distale intestinale Obstruktion →
später Verstopfungssymptome |
 | gestörte mukoziliäre Clearance →
chronische Pneumonie →
respiratorische
und kardiale Insuffizienz |
 | Pankreasgangsobstruktion:
|
 | Ductus deferens-Obliteration →
Azoospermie →
Fertilitätsstörungen beim Mann (siehe Infertilitäts-Diagnostik) |
|
Siehe auch:
|