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Material:
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Milz-, Leber-, Knochenmark-Punktate, bei Hautläsionen Biopsie. |
Norm:
 | negativ |
Hinweis:
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bei der Erstdiagnose
ist der Giemsa Ausstrich aus dem Wundrand verlässlicher als die
Anzüchtung der Parasiten im Kulturmedium |
 | Bei geschlossener
Wunde
müssen die Parasiten im Kulturmedium angezüchtet werden. |
Anzüchtung:
 | NNN-Medium (Novy-Nicolle-MacNeal Agar) |
 | bei Kala-Azar mit Punktionsmaterial aus Leber oder
Knochenmark |
 | bei Haut-Schleimhaut-Leishmaniose mit Material aus dem
Randbereich der Veränderungen |
 | Die aus Gewebe gewonnene promastigoten, lebhaft
beweglichen Leptomonas-Form ist in Subkulturen anzüchtbar. |
Erreger:
 | Gattung: Protozoen |
 | Klasse: Mastigophora (wie auch Trypanosomatidae, Protomonadina) |
Pathogenese:
 | Die Leishmanien werden von Sandmücken in die Haut
inokuliert und von Makrophagen aufgenommen |
 | je nach Leishmanienspezies und Wirtsimmunität befallen
sie:
 | Haut (regionale Läsionen) |
 | Schleimhäute |
 | innere Organe |
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 | viszerale Leishmaniose und HIV-Infektion verstärken sich
wechselseitig im Sinne der Immunsuppression |
Epidemiologie:
 | Durch den Tourismus kommen Leishmaniosen auch bei uns
häufiger vor. |
 | Trotz ihrer sehr weiten geographischen Verbreitung treten
Leishmaniosen oft in sogenannten Hyperendemiegebieten auf. |
 | Einteilung:
 | „Neue
Welt”-Leishmaniosen (NW) → Mittel- u. Südamerika |
 | „Alte Welt” -Leishmaniosen (AW) →
Asien, Afrika und Europa |
 | regionale Unterschiede bezüglich des
Reservoirs und des klinischen Bildes |
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Südfrankreich und
Spanien: ca. 1 Erkrankung pro 50.000 Einwohner) |
Übertragungswege:
 | Wirtswechsel:
 | Wirbeltier (u.a. Menschen)
 | amastigot = geißellos |
 | rund-oval → Leishmania-Form |
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 | Sandmücken (Phlebotomus, Lutzomyia)
 | Mücken-Darm → einfach begeißelte Leptomonas-Form |
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 | Vermehrung in beiden Wirten durch Zweiteilung |
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Inkubationszeit:
 | extrem variabel:
 | meist 2-4 Wochen |
 | im Extremfall wurde von Inkubationszeiten von wenigen
Tagen bis zu 3 Jahren (!) berichtet. |
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Krankheitsbilder:
 | Kala-Azar (Leishmania donovani) |
 | Orientbeule (Leishmania tropica u. major) |
 | Amerikanische Haut- und Schleimhaut-Leishmaniosen (Leishmania brasiliensis und
mexicana) |
 | siehe Tabelle: Leishmaniosen |
Manifestationsformen:
 | kutane Leishmaniose (CL):
 | meist ulzerierende, z. T.
nekrotisierende Hautläsion |
 | schlechte oder späte Spontanheilung
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 | mukokutane Leishmaniose (MCL):
 | oft massiv entstellende,
z. T. lebensbedrohliche Affektion der Haut-/Schleimhautregionen des Gesichts
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 | diffus kutane Leishmaniose (DCL):
 | bei immungeschwächten Patienten |
 | lepromatoide, sich ausbreitende Hautläsion |
 | schlechte Prognose
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 | viszerale Leishmaniose (VL):
 | schwere Allgemeinerkrankung
mit rezidivierendem Fieber, Gewichtsverlust und Hepato-Splenomegalie
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 | dermales Post-Kala-Azar-Leishmanoid (PKDL):
 | diffuse erythematöse, später noduläre Hautläsionen |
 | meist nach vorangegangener
viszeraler Leishmaniose (Infektionsquelle für Überträgermücke) |
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Immunität:
 | Nach einer kutanen Leishmaniose entwickeln Betroffene
eine permanente, aber wohl nur spezies- oder sogar nur stammspezifische
Immunität. |
Meldepflicht:
Siehe auch:
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