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Definition:
 | alle Bandwürmer sind Endoparasiten (besitzen keine Darm →
Nährstoffe werden direkt über die Körperoberfläche aufgenommen |
 | Morphologie:
 | Kopf (Skolex) |
 | Bandwurmglieder (Proglottiden, 2-20 mm lang), die eine Kette (Strobila)
bis zu mehreren Tausend Gliedern bilden |
 | weiß bis gelbliche Farbe |
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 | alle Bandwürmer benötigen für Ihre Entwicklung einen oder zwei
Zwischenwirte |

Taenia saginata
Synonym:
 | Rinderbandwurm |
Infektionszyklus:
 | Ausscheidung eihaltiger, beweglicher
Proglottiden mit dem Stuhl → Eier
können monatelang im Feuchtmilieu überdauern →
Zwischenwirt: Rind → im Rinderdarm
schlüpfen Larven, die die Darmwand penetrieren → Pfortader →
Körperkreislauf → nach ca. 5 Monaten
Ausbildung von Zysten (Blasenlarve oder Finne) im Rindermuskelfleisch →
Mensch infiziert sich durch den Genuß rohen, finnenhaltigen Fleisches →
Bandwurm haftet sich an die Darmwand an (adulter Wurm wird 6-10 Meter, selten
25 Meter lang) → nach ca. 5 Wochen
scheidet der Infizierte bis zu 7 eihaltige, bewegliche Proglottiden mit dem Stuhl aus |
Morphologie:
 | Kopf ca. 2 mm groß mit 4 Saugnäpfen |
 | 1000-2000 Proglottiden |
 | normalerweise 6-10, maximal 25 m lang |
 | Wurm wird bis zu 20 Jahre alt |
Vorkommen:
 | weltweit verbreitet |
Klinik:
 | Wachstumsphase des Wurmes (bis zur Geschlechtsreife):
 | Hungergefühl |
 | Gewichtsabnahme |
 | Diarrhoe |
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 | adulter Wurm:
 | meist klinisch inapparent |
 | selten Appandizitis durch Proglottiden |
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Therapie:
 | Pranziquantel |
 | Niclosamid |

Taenia solium
Synonym:
 | Schweinebandwurm |
Infektionen:
 | Bandwurminfektion:
 | durch Verzehr finnenhaltigen Fleisches |
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 | Zystizerkose:
 | multiple, erbsengroße, solitäre
Finnenbläschen in Haut, Skelettmuskulatur, Auge, ZNS, etc. |
 | durch orale
Aufnahme von Eiern oder durch frühzeitige Reifung der Eier bei bestehendem
Bandwurmbefall (endogene Infektion) |
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Morphologie:
 | bis 3-7 m lang |
 | weniger als 1000 Proglottiden |
 | der Wurm wird bis zu 20 Jahre alt |
Vorkommen:
 | weltweit verbreitet |
 | in Deutschland nicht mehr endemisch |
 | Hauptverbreitungsgebiet in Südamerika |
Klinik:
 | Bandwurminfektion:
 | meist klinisch stumm |
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 | Zystizerkose:
 | Cystercercus cellulosus:
 | erbsengroße Finnenbläschen, die zu Hunderten oder Tausenden in Haut, Skelettmuskulatur, Auge,
ZNS vorkommen |
 | die Finnen sterben nach einigen Jahren ab |
 | oft radiologisch sichtbare Verkalkungen |
 | oft rheumatiode Beschwerden aufgrund des Muskel- und Hautbefalls |
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 | Cystercercus racemosus:
 | vor allem in ZNS |
 | traubenähnliche Ansammlung von Finnenbläschen |
 | oft letal |
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Therapie:
 | chirurgische Extraktion der Finnen |
 | Pranziquantel in Kombination mit Korticosteroiden |

Taenia asiatica
Erreger:
 | Unterart der Spezies Taenia saginata |
Zwischenwirte:
 | Schweine |
 | Rind |
 | Ziege |
 | Affen |
Vorkommen:
 | in Südostasien vorkommend |

Echinococcus
granulosus
Siehe:

Echinococcus
multilocularis
Siehe:

Hymenolepsis
nana
Synonym:
 | Zwergbandwurm |
Infektionszyklus:
 | orale Aufnahme von Eiern (Autoinfektion v.a. bei Kindern:
Anus → Finger → Mund)→ Bildung von
Larven im Dünndarm → nach 2-3 Wochen
Ausscheidung von Eiern |
 | mit Eiern kontaminierter Faeces → Zwischenwirt: Flöhe, Ameisen, Mehl-, Speckwürmer →
akzidentielle orale Aufnahme der Insekten durch den Menschen (z.B. Würmer im
Müsli) → Infektionen des Menschen |
Morphologie:
 | bis 9 cm lang |
Vorkommen:
 | weltweites Vorkommen |
 | bevorzugt warme Regionen |
Klinik:
 | meist klinisch stumm oder geringe gastrointestinale Beschwerden. |
Therapie:
 | hochdosiert:
 | Pranziquantel |
 | Niclosamid |
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Diphyllobothrium
latum
Synonym:
 | Fischbandwurm |
Infektionszyklus:
 | mit Eiern fäkal kontaminiertes
Süßwasser → Larven schlüpfen (Korazidien) → Kleinkrebs
(1.Zwischenwirt) → Süßwasserfisch → (2.Zwischenwirt) →
Mensch infiziert sich durch ungenügend gegarten Fisch → nach ca. 18 Tagen scheidet der Infizierte Eier mit dem Faeces
aus |
Morphologie:
 | bis zu 20 m lang (größter Parasit des Menschen) |
 | mehr als 3000 Proglottiden |
 | der Wurm wird bis zu 10 Jahre alt |
Vorkommen:
 | Infektionen sind in Mitteleuropa selten |
Klinik:
 | Vitamin B12 |
 | Anämie |
 | meist klinisch stumm oder leichte, unspezifische gastrointestinale
Beschwerden. Bei ausgeprägtem Befall mechanischer Ileus möglich. |
Therapie:
 | Pranziquantel |
 | Niclosamid |

Siehe auch:
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